Fünf Jugendliche. Sie haben gekämpft, sich gequält und zwei Welten durchquert, um die rettenden Tore zu erreichen. Und wieder stellt sie das Labyrinth vor unmenschliche Herausforderungen, denn auch in der neuen Welt ist nichts, wie sie es kannten. Sie sind allein mit ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten, ihren Albträumen. Neue Gefahren erwarten sie, aber letztendlich entpuppt sich etwas Unerwartetes als ihr größtes Hindernis: die Liebe. Jeder von ihnen mag bereit sein, durch die Hölle zu gehen, doch wer würde das eigene Leben für seine Liebe opfern?
Bild- und Textquelle: Arena
Das Cover zeigt wieder das Labyrinth-Muster, dieses Mal in Lila-Grün. Es passt also super zu den anderen beiden Bänden der Reihe.
Jenna schrie.
Das letzte Buch der Trilogie geht genau an der Stelle weiter, an der "Das Labyrinth jagt dich" endete. Jenna, Jeb und Mary sind in der nächsten Welt gelandet. Sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Die drei Teenager finden sich in einem Meer wieder. Ohne Hilfsmittel, ohne Land in Sicht. Und das ist nicht ihr einziges Problem…
Jeb ist irgendwie der Anführer der kleinen, übrig gebliebenen Gruppe. Er behält immer einen kühlen Kopf, ist tapfer, weiß was zu tun ist und versucht die zwei Mädels zu beschützen. Er will alles tun, damit seine Jenna aber auch Mary die Tore lebend erreichen. Dabei stößt er immer wieder an seine Grenzen. Körperlich und psychisch.
Jenna ist total sympathisch und lieb. Sie will einfach nur überleben, aber mit den anderen beiden zusammen. Sie liebt Jeb und ihr kommen immer wieder Erinnerungen aus ihrem früheren Leben.
Mary kämpft auch ums überleben, aber nicht mehr so verbissen wie früher. Leon ist tot, sie weiß, dass sie ihn niemals wieder sehen wird. Trotzdem versucht sie mit den anderen in dieser Welt zurechtzukommen, zu überleben und es letztendlich zu den zwei Toren zu schaffen. Für das danach hat sie sich schon einen Plan zurechtgelegt.
Rainer Wekwerth erzählt die Geschichte der Jugendlichen im Labyrinth in gewohnt toller Qualität weiter. Es bleibt immer spannend, immer interessant, ja ich habe richtiggehend mitgefiebert und musste mich enorm zusammenreißen das Buch nicht von hinten anzufangen um herauszufinden was es mit allem auf sich hat. Wer es schafft die letzten zwei Welten lebend zu durchqueren, nach Hause zurück zu kehren oder was nach dem letzten Tor wohl überhaupt passiert? Wer weiß das schon.
Auch hatte ich gehofft, dass sich das Geheimnis um das Labyrinth plausibel auflöst. Dass man versteht warum die Jugendlichen ohne jegliche Erinnerung in dieser Höllenwelt gelandet sind. Nun, soviel kann ich euch verraten. Ich finde, dass sich der Autor wirklich eine tolle Idee ausgedacht hat und das ganze wirklich toll aufgelöst wird. Es bleiben eigentlich keine Fragen zurück. Doch ich habe ein großes Aber. Ich bin mit dem Epilog nicht einverstanden oder sagen wir so, ich kann mich mit dem Epilog einfach nicht anfreunden. Ich bin der Happy-End-Typ und es ist ja wirklich Geschmacksache, aber es geht ja um meine Rezension und meinen Geschmack und ich mag dieses offene Ende einfach nicht. Hätte er noch ein paar Seiten mehr geschrieben und das ganze aufgelöst, egal ob jetzt in die eine oder andere Richtung, dann wäre ich mehr zufrieden gewesen als mit diesem Ende. Das wirft für mich persönlich auf die Geschichte einen Schatten. Denn ich grüble und grüble und komme doch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis.
„Das Labyrinth ist ohne Gnade“ bietet Spannung bis zur allerletzten Silbe. Auch als das Labyrinth zu Ende ist und es in der „realen Welt“ weiter geht bleibt es genauso. Das ganze wird perfekt aufgelöst und regt zum Nachdenken an. Einzig der Epilog hat mir persönlich nicht gefallen, weil ich keine offenen Enden mag. Aber ich kann euch allen diesen letzten Band bzw. diese tolle Reihe auf jeden Fall ans Herz legen, lest sie!
- Das Labyrinth erwacht (zur Rezension)
- Das Labyrinth jagt dich (zur Rezension)
- Das Labyrinth ist ohne Gnade


































